Europäische Säule Sozialer Rechte: GVG nimmt Stellung

Pressemitteilung 04/2018

Berlin, 20. Juni 2018 – Mit dem Ziel, die soziale Dimension innerhalb der EU zu stärken, hat die Europäische Kommission am 17. November 2017 ihre Proklamation einer Europäischen Säule Sozialer Rechte (ESSR) veröffentlicht. Der Ständige Ausschuss Europa der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) unter dem Vorsitz von Rudolf Henke, Vorsitzender des Marburger Bundes, sowie Ilka Wölfle, Direktorin der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung, hat den ESSR-Prozess von Beginn an begleitet. Die von einer eigens eingerichteten Facharbeitsgruppe erarbeitete Stellungnahme liegt nun vor. Sie kann ab sofort unter tinyurl.com/ybhmaeva abgerufen werden.

 

Die Umsetzung der ESSR wird auch weiterhin Thema in den Fachgremien der GVG sein. Die GVG könne „einen wichtigen Beitrag leisten, der ESSR ein festes und zugleich die Subsidiarität achtendes Fundament“ zu geben, sagt Joachim Breuer, GVG-Vorstandsvorsitzender und Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), zu der Stellungnahme. Wer soziale Rechte als europäische Säule proklamiere, müsse auf einen möglichst breiten Konsens hinwirken. Nur so könne diese Säule standfest sein, ohne langfristig gewachsene nationale Strukturen in Frage zu stellen.

 

Über die GVG

Die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) repräsentiert seit 1947 das System der sozialen Sicherung in Deutschland. Wesentliche Akteure aus dem Bereich der sozialen Sicherung haben sich hier zusammengeschlossen, um gemeinsam zu aktuellen Themen des Sozialschutzes und der Gesundheitsversorgung zu arbeiten. Die GVG stellt damit eine einmalige Plattform für den konsensorientierten Austausch im Bereich der sozialen Sicherung dar und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des Schutzes vor zentralen Lebensrisiken. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, das System der sozialen Sicherung in Deutschland selbstverwaltet, dezentral und eigenverantwortlich mitzugestalten und eine Weiterentwicklung der sozialen Sicherheit in Theorie und Praxis zu ermöglichen.

 

Kontakt:

Joachim Nöhre
Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG)
Reinhardtstraße 34, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 8561123-32; Fax: +49 (0)30 8561123-22
E-Mail: j.noehre@gvg.org
www.gvg.org

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