Forderung nach mehr Transparenz in der Altersvorsorge

Pressemitteilung 07/2017

Berlin, den 30. Oktober 2017 – „In einem Alterssicherungssystem, das auf mehreren Säulen beruht, brauchen die Menschen verständliche Informationen aus allen Systemen, in denen sie Ansprüche erworben haben.“ Mit diesen Worten begründet Gundula Roßbach, Vorsitzende des Ständigen Ausschusses Alterssicherung der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG), die Forderung nach Entwicklung einer trägerübergreifenden Vorsorgeinformation. Für ihre Altersvorsorge benötigten die Bürgerinnen und Bürger klare und verständliche Informationen über den Stand ihrer Altersvorsorge und eventuellen weiteren Vorsorgebedarf.

Die Säulen der Alterssicherung bieten derzeit unterschiedliche Altersvorsorgeinformationen an. Angesichts der Komplexität der Informationen können Bürger hier schnell den Überblick verlieren. Die Menschen können daher oft nicht beurteilen, ob sie in ihrem Ruhestand ausreichend abgesichert sind. Die Politik und die Akteure der Alterssicherung haben dieses Problem erkannt. Nur mit einer trägerübergreifenden Vorsorgeinformation erhalten die Versicherten einen Gesamtüberblick über ihre Ansprüche aus den Einzelsystemen der Alterssicherung und können so eine sachgerechte Entscheidung über ihre Altersvorsorge treffen.

Klaus Stiefermann, Vorsitzender der GVG-Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Vorsorgeinformation, setzt sich für die Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit einer Altersvorsorgeinformation ein: „Die große Herausforderung besteht darin, die Informationen aus den sehr unterschiedlichen Säulen möglichst zu einer einheitlichen und verständlichen trägerübergreifende Altersvorsorgeinformation zusammenzuführen. Eine praxistaugliche Lösung kann nur gemeinsam von Experten aus allen Systemen der Altersvorsorge erarbeitet werden. Die GVG mit ihren Mitgliedern aus allen Bereichen der Alterssicherung bietet daher die besten Voraussetzungen, einen umsetzungsfähigen Vorschlag zu entwickeln.“

Die GVG-Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Vorsorgeinformation ist mit den Spitzenorganisationen aller Säulen der Alterssicherung – gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Altersversorgung und private Vorsorge sowie weiterer Akteure der Altersvorsorge – besetzt. Sie knüpft an die langjährige Arbeit der GVG an, die sich seit jeher intensiv mit Lösungsmöglichkeiten und den technischen Details einer trägerübergreifenden Vorsorgeinformation auseinandersetzt. Aufgabe der Facharbeitsgruppe ist es, Vorschläge zu erarbeiten, wie eine Information über den individuellen Stand der Altersversorgung in allen drei Säulen dargestellt werden kann.

Über die GVG

Die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) repräsentiert seit 1947 das System der sozialen Sicherung in Deutschland. Wesentliche Akteure aus dem Bereich der sozialen Sicherung haben sich hier zusammengeschlossen, um gemeinsam zu aktuellen Themen des Sozialschutzes und der Gesundheitsversorgung zu arbeiten. Die GVG stellt damit eine einmalige Plattform für den konsensorientierten Austausch im Bereich der sozialen Sicherung dar und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des Schutzes vor zentralen Lebensrisiken. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, das System der sozialen Sicherung in Deutschland selbstverwaltet, dezentral und eigenverantwortlich mitzugestalten und eine Weiterentwicklung der sozialen Sicherheit in Theorie und Praxis zu ermöglichen.

Kontakt:

David Voges
Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG)
Reinhardtstraße 34
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 8561123-20
Fax: +49 (0)30 8561123-22
d.voges@gvg.org
www.gvg.org

 

 

Pressemitteilung 07/2017 PDF, 434 KB