Leitplanken für ein gutes Altern: Neue GVG-Analyse zur älter werdenden Gesellschaft veröffentlicht

Pressemitteilung 02/2020

Kurze Wege zu medizinischen Leistungen, sozialer Teilhabe, altersgerechtem Wohnen: So wird ein Mensch gerne älter. Unter welchen Bedingungen gute Versorgung im Alter tatsächlich gelingen kann und wie Leuchtfeuerprojekte strahlen können, zeigt eine neue Analyse der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung (GVG).

Berlin, 13. März 2020 – Eine gute Versorgung im Alter kann gelingen – unabhängig davon, in welcher der so unterschiedlichen Regionen zwischen Nordsee und Alpen, Oder und Rhein ein Mensch lebt. Dazu müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die GVG-Facharbeitsgruppe „Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft“ beschreibt diese jetzt in ihrer aktuellen Analyse. Diese steht ab sofort unter tinyurl.com/w7tlrkm kostenlos zum Download bereit.

Die Analyse listet folgende Bedingungen dafür auf, dass ein Mensch dort, wo er wohnt, gerne älter wird: Der Zugang zu medizinischen Leistungen, sozialer Teilhabe und altersgerechtem Wohnen ist garantiert. Fachkräfte und Ehrenamt wirken reibungslos zusammen und die „Kümmerer-Strukturen“ vor Ort werden bestmöglich genutzt. Bundeseinheitliche Vorgaben, etwa nach dem Sozialgesetzbuch, lassen den lokalen Akteuren genug Freiraum, ihr Engagement zu entfalten, Förderprogramme sind flexibel gestaltet.

Städten und Gemeinden empfiehlt die Facharbeitsgruppe in dem Papier unter anderem, von ihnen entwickelte Projekte als Best-practice-Beispiele in zentralen Informationsplattformen zu bündeln. Dadurch lasse sich besser erkennen, was wo am dringendsten benötigt werde. Auch werde klarer, welche Rahmenbedingungen von übergeordneter Stelle notwendig seien, um Versorgung auf lokaler Ebene zu verbessern. Klare Zuständigkeiten zwischen unterschiedlichen staatlichen Ebenen und standardisierte Handlungsanleitungen garantierten zudem Verlässlichkeit und erleichterten die Nachahmung.

In einer ersten Vor-Ort Präsentation wird die GVG ihre „Gelingensbedingungen“ und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen am 9. Juni 2020 im westfälischen Oelde vorstellen. An der Veranstaltung werden unter anderem der nordrhein-westfälische Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, und der Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier (beide CDU) teilnehmen.

In ihre Ausarbeitung hat die Facharbeitsgruppe „Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft“ Erfahrungen aus Projekten im ländlichen Raum einfließen lassen, unter anderem aus dem Gemeinden Langenfeld, Amorbach sowie aus der Börderegion bei Peine.

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