Neue Studie: Soziale Sicherung als Alternative zur Migration?

Pressemitteilung 02/2018

Berlin, 27. März 2018 –  Soziale Sicherung bietet wirksame Lösungen, um den Ursachen von Flucht und Vertreibung entgegenzuwirken. Zu diesem Ergebnis kommt die heute in Berlin vorgestellte Studie “Soziale Sicherung als Alternative zur Migration?“ Sie untersucht die Zusammenhänge zwischen Sozialer Sicherung, gesellschaftlicher Entwicklung und Migration. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) hat die Untersuchung in Auftrag gegeben, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat sie zusammen mit dem Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn durchgeführt. Erschienen ist die Studie in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG).

In den Ergebnissen der Studie sieht Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG), einen Beleg, „dass es notwendig ist, Soziale Sicherung stärker als eigenständigen Sektor zu begreifen, der eigene Lösungen bietet, den Ursachen von Flucht und Migration entgegenzuwirken“. Soziale Sicherung solle strategisch als ein Kernbereich möglicher Maßnahmen in die Entwicklungspolitik eingebunden werden. Dies sei derzeit zu selten der Fall. Die wenigen Programme, die Maßnahmen aus dem Bereich der Sozialen Sicherung einbeziehen, sind laut Breuer meist nicht auf langfristige Veränderungen ausgerichtet. Deshalb fordert die Studie einen migrationspolitischen Ansatz, der kurz-, mittel- und langfristige Ziele verbindet.

Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier: https://tinyurl.com/yckzxm69.

Eine Zusammenfassung in deutscher Sprache hier: https://tinyurl.com/y8avou3d.

Über die GVG

Die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) repräsentiert seit 1947 das System der sozialen Sicherung in Deutschland. Wesentliche Akteure aus dem Bereich der sozialen Sicherung haben sich hier zusammengeschlossen, um gemeinsam zu aktuellen Themen des Sozialschutzes und der Gesundheitsversorgung zu arbeiten. Die GVG stellt damit eine einmalige Plattform für den konsensorientierten Austausch im Bereich der sozialen Sicherung dar und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des Schutzes vor zentralen Lebensrisiken. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, das System der sozialen Sicherung in Deutschland selbstverwaltet, dezentral und eigenverantwortlich mitzugestalten und eine Weiterentwicklung der sozialen Sicherheit in Theorie und Praxis zu ermöglichen.

Kontakt:

Joachim Nöhre
Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG)
Reinhardtstraße 34, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 8561123-32; Fax: +49 (0)30 8561123-22
E-Mail: j.noehre@gvg.org
www.gvg.org

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