Neue Studie: Soziale Sicherung als Alternative zur Migration?

Berlin, 27. März 2018 –  Soziale Sicherung bietet wirksame Lösungen, um den Ursachen von Flucht und Vertreibung entgegenzuwirken. Zu diesem Ergebnis kommt die heute in Berlin vorgestellte Studie “Soziale Sicherung als Alternative zur Migration?“ Sie untersucht die Zusammenhänge zwischen Sozialer Sicherung, gesellschaftlicher Entwicklung und Migration. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) hat die Untersuchung in Auftrag gegeben, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat sie zusammen mit dem Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn durchgeführt. Erschienen ist die Studie in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG).

Foto: Jens Jeske für DGUV

In den Ergebnissen der Studie sieht Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG), einen Beleg, „dass es notwendig ist, Soziale Sicherung stärker als eigenständigen Sektor zu begreifen, der eigene Lösungen bietet, den Ursachen von Flucht und Migration entgegenzuwirken“. Soziale Sicherung solle strategisch als ein Kernbereich möglicher Maßnahmen in die Entwicklungspolitik eingebunden werden. Dies sei derzeit zu selten der Fall. Die wenigen Programme, die Maßnahmen aus dem Bereich der Sozialen Sicherung einbeziehen, sind laut Breuer meist nicht auf langfristige Veränderungen ausgerichtet. Deshalb fordert die Studie einen migrationspolitischen Ansatz, der kurz-, mittel- und langfristige Ziele verbindet.

Die Studie „Soziale Sicherung als Alternative zur Migration?“ ist hier erhältlich. Eine Kurzzusammenfassung auf deutsch finden Sie hier.

Kontakt:
Joachim Nöhre
Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und-gestaltung e.V. (GVG)
Reinhardtstr. 34, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 8561123-32; Fax: +49 (0)30 8561123-22
E-Mail: j.noehre@gvg.org
www.gvg.org

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