Fachtagung zur Trägerübergreifenden Vorsorgeinformation

25. Juni 2019 Berlin

Transparent, verständlich, digital – Wie gelingt die trägerübergreifende Vorsorgeinformation?

15:30 Uhr bis 19:00 Uhr

Reinhardtstraßenhöfe

Reinhardtstraße 12-16, 10117 Berlin

 

Die wichtigsten Inhalte

In ihrem Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung die Schaffung einer säulenübergreifenden Renteninformation zum Ziel gesetzt. Sie soll Informationen zur gesetzlichen Rente, zu Betriebsrenten und privater Vorsorge bündeln. Die Bürgerinnen und Bürger sollen so einen Überblick bekommen, wo sie bei der Altersvorsorge stehen und ob sie noch mehr tun sollten.

Die in der GVG-Facharbeitsgruppe TüVI organisierten Träger der Altersvorsorge unterstützen dieses Vorhaben. In ihrem jetzt als Band 83 erschienen Expertenbericht machen sie Vorschläge, wie eine übergreifende Renteninformation praxisgerecht und zeitnah umgesetzt werden kann.

Am 25. Juni 2019 stellte die Facharbeitsgruppe den Bericht im Rahmen einer Fachtagung in Berlin vor. Nahezu alle Referenten plädierten für ein schrittweises Vorgehen zur Umsetzung des Projekts.

Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, betonte die Bedeutung des Vorhabens. Das Bundesarbeitsministerium werde dazu bis Ende 2019 einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg bringen, sobald die noch offenen Fragen zur Umsetzungsstruktur geklärt seien. Welche Stelle die Säulenübergreifende Renteninformation verantworten soll, sei zwar noch nicht entschieden. „Entscheidend ist aber: Sie soll unabhängig sein. Die Bürger müssen über eine zentrale Online-Plattform Zugang zu verlässlichen und neutralen Informationen haben, um mündig über ihre Altersvorsorge entscheiden zu können, und die Hoheit über ihre Daten behalten“, so Schmachtenberg. Denkbar sei eine Bundesbehörde, aber auch ein Verein oder eine Genossenschaft.

Klaus Stiefermann, Vorsitzender der Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Vorsorgeinformation, fasste die wichtigsten Forderungen der GVG-Experten zusammen: „Die trägerübergreifende Vorsorgeinformation muss digital und auf der Basis bestehender Altersvorsorgeinformationen umgesetzt werden“. Hierfür biete ein Onlineangebot, mit dessen Hilfe die Bürgerinnen und Bürger sich individuell informieren könnten, die besten Voraussetzungen. Das Projekt Säulenübergreifende Vorsorgeinformation solle möglichst schnell starten, dann aber Schritt für Schritt umgesetzt werden. Am Ende solle eine einfache, nutzerzentrierte Lösung stehen. In einem ersten Schritt müsse es darum gehen, die heute vorhandenen Informationen aus den Standmitteilungen zusammenzuführen. Andere Funktionen wie die Umrechnung von Kapitalabfindungen in Renten sollten später hinzukommen.

Zur Pressemitteilung

 

Zu den Präsentationen

Vortrag von Klaus Stiefermann, aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V.: „Neutral, digital, nutzerorientiert: Anforderungen der Träger an eine trägerübergreifende Vorsorgeinformation

Vortrag von Claudia Wegner-Wahnschaffe, VBL Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder: „European Tracking Service: Ansatz und mögliche Synergien mit einer säulenübergreifenden Vorsorgeinformation

 

Pressestimmen

Experten machen Vorschläge zur Renteninformation, Versicherungsmonitor, 26. Juni 2019

Trägerübergreifende Vorsorgeinformation kommt schrittweise, VersicherungsJournal.de, 26. Juni 2019