GVG-Tagung: „Weißbuch Arbeiten 4.0 – Gestaltungsaufgaben für die soziale Sicherung“

23. März 2017

Vor dem Hintergrund des Weißbuches Arbeiten 4.0., in dem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erste Antworten auf die Herausforderungen und Fragen der Digitalisierung der Arbeitswelt gibt, haben sich Mitglieder der GVG, u.a. Gewerkschafts- und Arbeitgebervertreter sowie Wissenschaftler zusammengefunden, um mögliche Handlungsfelder der Politik zu diskutieren. Es wurden insbesondere auch mit der Beteiligung von Dr. Andreas Lutz, Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der Gründer und Selbstständigen Deutschlands e.V., die Absicherung von Solo-Selbständigen und möglichen Regelungen zu orts- und zeitflexiblen Arbeiten thematisiert. Die Diskussion wurde durch die Vorträge von Karl Schiewerling, MdB, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, zu den Ergebnissen der Weißbuch-Konsultation, sowie von Dr. Ulrich Walwei, Vizedirektor des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, zu der digitalen Transformation der Arbeitswelt und arbeitsmarkt- bzw. beschäftigungspolitischen Entwicklungen bereichert.

Die Diskutanten haben unter Einbeziehung des Publikums auch die Prüfung von Mindestbeiträgen für die Krankenversicherung bei Selbständigen, deren Verpflichtung zur Altersvorsorge und Einbeziehung in die gesetzliche Rentenversicherung, sowie die Entwicklung neuer, auf arbeitnehmerähnliche Selbständige zugeschnittene Schutzkonzepte kritisch beleuchtet. Die Veranstaltung wurde von einer Ausstellung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Weißbuch Arbeiten 4.0 im Foyer begleitet.