Ziele und Aufgaben

Die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) repräsentiert das System der sozialen Sicherung in Deutschland. Ihr Leitbild und ihre Ziele orientieren sich an den Grundwerten Solidarität, Subsidiarität und Pluralismus.

Kernaufgabe der GVG ist es, Konsenspositionen unter Beteiligung der wesentlichen Akteure des Sozial- und Gesundheitswesens zu erarbeiten. Die Mitglieder der GVG betrachten es als ihre Aufgabe, auf interdisziplinärer Ebene aktuelle Entwicklungen und Reformfragen zu erörtern, zukünftige Herausforderungen in den sozialen Sicherungssystemen zu diskutieren sowie grundlegende, langfristige Entwicklungen dabei zu berücksichtigen. Hierbei wird nicht die Vereinheitlichung der Sozialsysteme, sondern das vertrauensvolle Zusammenwirken heterogener Partner angestrebt. Ziel ist es, differenzierte und jeweils passgenaue Lösungen in Fragen der sozialen Sicherung zu finden. Die wissenschaftliche Fundierung und ihre Verankerung in der politischen Willensbildung stehen dabei im Vordergrund. Umlagefinanzierte gesetzliche Systeme werden ebenso berücksichtigt wie kapitalgedeckte Formen der Vorsorge und betriebliche sowie private Versicherungslösungen.

Über die aktuellen Herausforderungen hinaus ist es außerdem ein wesentliches Anliegen der GVG, grundlegende, langfristige und sektorenübergreifende Entwicklungen aufzugreifen. Durch eine starke und effiziente Einbindung und Vernetzung der Mitglieder sowie deren Kontakt zu Vertretern aus Politik und Wissenschaft, ist die GVG an der sachorientierten Gestaltung des Systems der sozialen Sicherheit beteiligt. Ihre Ergebnisse werden regelmäßig der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt durch die Herausgabe der GVG-Schriftenreihe und fachbezogener Stellungnahmen. Das wesentliche Ziel aller Bestrebungen der GVG ist es, einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung des Schutzes vor zentralen Lebensrisiken zu leisten.