Am 18. Februar (12:00–13:30 Uhr) diskutierten wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gesundheitspolitik, ärztlicher Selbstverwaltung, der zivilen Kliniklandschaft sowie der militärmedizinischen Versorgung zentrale Erkenntnisse und mögliche Lösungsansätze zur Stärkung der Resilienz des deutschen Gesundheitswesens.
Die Anforderungen an die Krisenfestigkeit des deutschen Gesundheitswesens sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Spätestens seit Februar 2022 rücken dabei grundlegende Fragen in den Mittelpunkt: Wie kann die Versorgung im Katastrophen- und Bündnisfall zuverlässig sichergestellt werden? Welche resilienten Strukturen werden benötigt? Und welche Rolle spielt eine funktionierende sektorübergreifende Zusammenarbeit?
Die Partner der GVG hat sich zusammen mit seinen Partnern Marburger Bund, Bundesärztekammer, Gesundheitsstadt Berlin und den BG Kliniken in jüngster Zeit intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt.
Im Rahmen des GVG-Impulses „Resilienz als gemeinsame Zukunftsaufgabe“ ermöglichte ein hochrangig besetztes Online-Panel eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem drängenden Themenfeld. Dr. Katja Pohlmann vom Bundesministerium für Gesundheit gab Einblicke in die politische Dimension im Kontext des Gesundheitssicherstellungsgesetzes. Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Gründungsdirektor des BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin und Mitglied im Wehrmedizinischer Beirat des Bundesministers der Verteidigung, beleuchtete die Rolle der Krankenhäuser im Krisenfall. Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, hob hervor, dass eine verlässliche Gesundheitsversorgung nur durch ein eng abgestimmtes Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen gelingen könne und unterstrich die gemeinsame Verantwortung aller staatlichen Ebenen. Generalarzt Dr. Ralf Hartmann, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhaus Berlin, schilderte eindrücklich seine Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Daniel Dettling, Geschäftsführer Gesundheitsstadt Berlin, unterstrich in seinem Schlusswort die Bedeutung des Gesundheitswesens als zentrales Element staatlicher Sicherheit und kritischer Infrastruktur. Das zentrale Fazit der Veranstaltung: Die kommenden Jahre gilt es klug zu nutzen. Resilienz entsteht nur durch koordiniertes Handeln über alle Ebenen hinweg.
Moderiert hat Dr. Anja Opitz, Akademie für Politische Bildung Tutzing
Das Video der Veranstaltung können Sie auf unserem YouTube-Kanal sehen.