Ständiger Ausschuss Gesundheit und Pflege

Leitung

Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender DAK-Gesundheit KdöR

Mitglieder

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Eines der bedeutendsten Ziele der GVG ist die Sicherstellung einer angemessenen, qualitätsgesicherten, nachhaltig finanzierten Gesundheitsversorgung. Der Ausschuss Gesundheit und Pflege nimmt die zahlreichen, sich verändernden Themen dieses Handlungsfeldes auf und entwickelt hierzu gemeinsame, konsentierte Positionen.

Bei der Bearbeitung zukunftsrelevanter Themen im Bereich Gesundheit und Pflege unterstützen die Facharbeitsgruppe Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft sowie die Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth den Ausschuss bei seiner Arbeit.

  • Themen, Aufgaben, Ziele

    Die Gesundheits- und Pflegepolitik sind Kernthemen der GVG. Sie werden im Ständigen Ausschuss für Gesundheit und Pflege von den Mitgliedern diskutiert und bearbeitet. Zentrales Ziel ist die Sicherstellung einer angemessenen, qualitätsgesicherten und nachhaltig finanzierten Gesundheitsversorgung.

    Die GVG hat in den vergangenen 40 Jahren die gesundheits- und pflegepolitischen Debatten intensiv aufgegriffen und sich mit entsprechenden Lösungsansätzen auseinandergesetzt. In den 1970er und 1980er Jahren standen die Themen um die Kostenentwicklung in der Krankenversicherung – gesetzliche wie private –, im Krankenhaus sowie auf dem Arzneimittelmarkt im Mittelpunkt der GVG-Aktivitäten. Aufgrund der finanziellen Engpässe der Sozialversicherungsträger und der insgesamt steigenden Ausgaben für Sozialhilfe in den 1980er Jahren, wurde von Kommunen und Gemeinden gefordert, das Risiko der Pflegebedürftigkeit durch Einführung einer eigenständigen Versicherung nachhaltiger zu gestalten. Das Themenfeld Pflege wurde vom Präsidium der GVG 1983 in einem Diskussionsbeitrag zur damals aktuellen Diskussion über die Neuregelung des Risikos der „Pflege“ behandelt. Im Jahr 1986 wurde erneut eine Erklärung der GVG zu den Vorschlägen einer obligatorischen Pflegeversicherung abgegeben. Der damalige Fachausschuss Pflege hatte diese verabschiedet. Zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung bezog die GVG auch 2003 Stellung und bekannte sich ausdrücklich zu der sozialpolitischen Werteentscheidung, das Pflegerisiko und seine Vermeidung über verschiedene Verantwortungsträger abzusichern.

    In den 1990er Jahren rückte die Versorgungsqualität in den Mittelpunkt des Interesses der Akteure im Gesundheitswesen. Dabei waren alle gefordert und mussten eingebunden werden: Leistungserbringer, Kostenträger sowie Patientinnen und Patienten. Für die GVG war die Qualität der medizinischen Versorgung eines der Klammerthemen, das für die Mitgliedseinrichtungen ebenso relevant war wie für die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung. Zudem rückten die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens und die Organisationsreform der Krankenversicherung in den Mittelpunkt der Arbeit der GVG.

    Bereits am Ende des letzten Jahrtausends legte die GVG einen gesundheitspolitischen Schwerpunkt auf den Themenkomplex Telematik, eHealth und Telemedizin. Von der Einführung und Nutzung dieser „Werkzeuge“ wird erwartet, dass sie die Herausforderungen für das Gesundheitssystem – demografischer Wandel, medizinischer Fortschritt, Kostensteigerungen – lösen helfen. Seit 1999 begleitet die GVG strategisch den Aufbauprozess der Telematikplattform im Gesundheitswesen. Zunächst im Aktionsforum Telematik im Gesundheitswesen (ATG) und von 2005 bis 2016 im Fachausschuss eHealth/Telematik im Gesundheitswesen stellte die GVG eine wichtige Plattform für den Austausch der relevanten Organisationen bereit und trieb das Thema voran. Von 1999 bis 2004 arbeiteten unter dem Dach der GVG die Selbstverwaltungsorganisationen und die private Krankenversicherung im ATG zusammen.

    Das Telematik-Projekt der GVG bot seinen Trägerorganisationen in diesen Jahren eine kontinuierliche Plattform der Kooperation, des Austauschs und der Abstimmung. Es wurden in dieser Zeit gemeinsame Kernaussagen zu zahlreichen Aspekten erarbeitet. Zudem stellte die GVG mit zahlreichen Konferenzen und Kongressen umfassende und übergreifende Informationen zum Thema eHealth/Telematik bereit. Sie etablierte mit ihrer eHealth-Kongressreihe bis 2014 eine in Deutschland entscheidende Kommunikationsplattform.

  • Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth

    Leitung

    Dr. Bodo Liecker, Techniker Krankenkasse KdöR

    Mitglieder

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    Digitalisierung, eHealth und Telematik waren auch in den vergangenen Jahren Schwerpunktthemen der GVG.
    Umfangreiche Informationen zu vergangenen Aktivitäten und Veranstaltungen der GVG dazu finden Sie hier.
  • Facharbeitsgruppe Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft

    Leitung

    Dr. Sibylle Angele, compass private pflegeberatung GmbH

    Mitglieder

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  • Ausschussübergreifende Facharbeitsgruppe Rehabilitation

    Leitung

    Dr. Petra Becker, Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG

    Brigitte Gross, Mitglied des Direktoriums bei der Deutschen Rentenversicherung Bund KdöR

    weitere Informationen hier


    Bericht zur jüngsten Sitzung der ausschussübergreifenden Facharbeitsgruppe Rehabilitation

    Die Facharbeitsgruppe Rehabilitation hat sich in ihrer digitalen Sitzung vom 16. September 2020 unter dem Vorsitz von Brigitte Gross, DRV Bund, und Dr. Petra Becker, Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH, mit ihrem neuen Schwerpunktthema „Nachhaltigkeit und Rehabilitation“ beschäftigt.

    Zur Einführung waren drei Gastreferentinnen und -referenten geladen. So berichtete Dr. Alina Herrmann vom Heidelberger Institut für Global Health, zum Thema „Wie kann Rehabilitation zu planetary Health beitragen?“.

    Anschließend referierte Dr. Alexander Schmidt-Gernig aus dem Bundesministerium für Gesundheit zum Thema „Welchen Beitrag können die Einrichtungen des Gesundheitswesens zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung leisten?“.

    Abschließend stellte Annegret Dickhoff vom BUND Landesverband Berlin e.V. Praxisbeispiele aus Erfahrungen mit dem Projekt Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ vor. Die Referentinnen und -referenten waren sich darin einig, dass Nachhaltigkeit auch ein Gesundheitsthema und damit relevant für die Rehabilitation sei. Nachhaltigkeit müsse verstärkt durch eine Systematisierung/Kodifizierung im Gesundheitswesen in Angriff genommen werden und berge großes Potenzial für die Rehabilitation, nicht nur durch Energie- und Kosteneinsparungen.

    In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der aktuelle Bearbeitungsstand der Reha-Imagebroschüre dargestellt sowie über das weitere Vorgehen und die geplante Veröffentlichung diskutiert.


    Kommende Sitzungen

    25. Februar 2021